August 3rd, 2010
Ich darf nun offiziell Eure Segeltörns ruinieren!
Nun ist es also offiziell: nach einigen Wochen des Trainings haben wir unsere Segelprüfung bestanden und dürfen nun auch die Wasserstraßen unsicher machen.
Wie erwartet waren die Praxisprüfung unter Segeln und Motor recht einfach, obwohl wir kaum Wind hatten. Die Theorieprüfung stellte sich als kleine Herausforderun heraus, denn wir mussten feststellen, dass nach ein paar Jahren ohne universitären Lernstress das Gehirn nicht mehr so recht weiß, wie es 560 Fragen reinknüppeln und behalten sollte. Da war man für jede Abbildung dankbar, die von der schier endlosen Bleiwüste ablenkte, auch wenn die drölfte Frage zum Thema Lichtführung eines schwimmenden Gerätes bei Nacht trotzdem irgendwann nervte.
Nun darf ich also Binnengewässer befahren, nächste Schritt ist dann der Sportbootführerschein See, den ich im Winter angehen werde, damit ich dann nächstes Jahr auch auf die See raus darf. Anmeldungen zu Alstertörns (ja, echt mit ö) nehme ich unter der bekannten Rufnummer entgegen :)
Achja, ausgebildet wurde ich bei der Segelschule Pieper in Hamburg, die ich nur jedem wärmstens empfehlen kann. Die theoretische Ausbildung habe ich an einem Wochenende absolviert (2x 8h), die praktische Ausbildung sah dann wie folgt aus. In den ersten drei Doppelstunden begleitete uns ein Segellehrer an Bord, so dass wir zu dritt auf einem Boot waren. Er oder sie zeigte die wichtigsten Manöver und brachte uns behutsam das Boot näher – hier bereits ein erstes Lob an Pieper, alle Lehrer die wir in diesen Stunden hatten waren super und haben uns bestens angeleitet. Danach waren wir “freigesegelt” und konnten in sieben weiteren Doppelstunden selbstständig die Manöver und das Gefühl für Boot und Wind verfeinern. Zusätzlich wurde zweimal ein zweistündiges Manövertraining angeboten, bei dem ein Lehrer vom Steg aus das Fahren der Schüler beurteilte und hilfreiche Kritik gab. Vor der Prüfung selbst wurde man dann in einer Generalprobe auf die letzten Feinheiten hingewiesen und mit dem nötigen Selbstvertrauen ausgestattet.
Die Vorbereitung auf die Motorbootprüfung verlief ähnlich einfach: es reichte eine Doppelstunde auf dem Boot um zu verstehen, wie ein Motorboot manövriert, ab- und anlegt, und ein Mann-über-Bord wieder eingefangen wird. Selbstverständlich gehörte es auch zur Prüfung, die acht wichtigsten Seemannsknoten zu beherrschen und unter den Augen der Prüfer zu knüpfen; sowie das Spleißen. Fazit: Segelschule Pieper kann ich absolut empfehlen.









